18M – Blockupy 2015: Cracks in the Concrete

Als turn*left haben wir uns an den Blockupy-Protesten vom 18. März in Frankfurt/Main beteiligt. An dieser Stelle wollen wir eine kurze politische Nachbereitung des Tages aus unserer Perspektive teilen, und dabei sowohl den eigenen Diskussionen in der Gruppe wie auch mit befreundeten Gruppen und Genoss_innen Rechnung tragen.

Deutschland du mieses Stück Scheiße!

Jetzt, etwas mehr als vier Monate später, hat sich einmal mehr in aller Deutlichkeit gezeigt, welche Brisanz Protest und Widerstand gegen die autoritäre Krisenpolitik unter deutscher Ägide hat.

Die deutsche Regierung ist maßgeblich mitverantwortlich für eine rigide Austeritätspolitik, die in südeuropäischen Staaten, wie Spanien oder Griechenland, zu einem massiven Sozialabbau, einer Prekarisierung breiter Bevölkerungsschichten und den damit einhergehenden drastischen sozialen Folgen führt. Der faktische Zusammenbruch des Gesundheitswesens für weite Teile der Bevölkerung in Griechenland spricht eine deutliche Sprache. Die Austeritätspolitik der Troika aus IWF, EZB und EU, welche unter deutscher Federführung in Ländern des europäischen Südens implementiert wird, hat Elend, Armut und in letzter Konsequenz Tote zur Folge.

Mit einer unmissverständlichen Machtdemonstration in den letzten Wochen hat die deutsche Regierung ihren autoritären Führungsanspruch in der europäischen Politik geltend gemacht. Mit der Politik gegenüber der aktuellen griechischen Regierung, die völlig zu Recht als Erpressung und Versuch eines Putsches qua ökonomischem Druck beschrieben werden kann, hat sich Deutschland mal wieder von seiner hässlichen Seite gezeigt. Gerade deshalb ist die Debatte um Blockupy als ein transnationaler Ort von Protest und Widerstand für ein gutes Leben so dringlich wie eh und je. Um vielleicht dem Resümee am Ende des Textes vorzugreifen: Continue reading

Pickup-Pisser in Stadt und Uni unterwegs

*Hier ein Hinweis von unseren Genoss*innen vom Anti-“Pick-Up”-AK: Falls ihr Erfahrungen mit sog. “Pickup-Artists” gemacht habt oder euch gegen die Pisser organisieren wollt, jetzt gibt es einen Email-Kontakt an den ihr euch wenden könnt.
Organisierten Sexismus und Antifeminismus sabotieren!*

Da es schon seit einigen Jahren, aber auffällig häufig und regelmäßig in den letzten Monaten zu übergriffigem Verhalten durch sogenannte ”Pick-Up-Artists” an der Goethe Universität Frankfurt (aber auch darüber hinaus in der ganzen Stadt) gekommen ist, haben wir uns dazu entschlossen, Berichte über die Übergriffe zu sammeln.

Mit den Berichten möchten wir das Vorgehen der sogenannten “Pick-Up-Artists” einschätzen, ihre Strategien und Techniken analysieren, ihre favorisierten Orte der sexistischen Anmachen herausfinden, um letztlich gegen derlei organisierte Sexismus-Strukturen vorgehen zu können.

Solltet ihr davon betroffen sein und/oder falls Ihr Informationen zu den Vorfällen teilen möchtet, habt ihr die Möglichkeit, Euch an die unten stehende Email-Adresse zu wenden.

Auch wenn ihr selbst keine Erlebnisse mit sog. “Pick-Up-Artists” hattet, aber an der Erarbeitung feministischer Interventionsstrategien interessiert seid, könnt ihr euch sehr gern an uns wenden.

info_pickupartists_uebergriffe@[spamfrei]web.de

der Anti-“Pick-Up”-AK

Eine (kleine) Rückschau auf den 20.06.2015

Am 20.06.2015 unternahm der sogenannte Widerstand Ost/West (WOW) in Frankfurt/Main den Versuch, eine Großdemonstration mit tausend TeilnehmerInnen abzuhalten. Damit ist der rassistische Haufen, der sich aus Pegida-Zusammenhängen, Nazi-Hoolspektrum, Autonomen NationalistInnen und anderen Dummbratzen zusammensetzt, aus verschiedensten Gründen gescheitert.

Rückblick – short version

Bereits im Vorhinein gab es berechtigte Zweifel, wo die herbeifantasierten tausend TeilnehmerInnen der WOW-Inszenierung herkommen sollten. Der Versuch, die zahlreichen Spaltungen innerhalb der verschiedenen Pegida- und Hogesaableger der letzten Monate wieder zusammen zu bringen und diesen versuchten Neustart auch noch in Frankfurt/Main zu starten, kann zu recht als größenwahnsinnig bezeichnet werden.

Ihr Scheitern lässt sich vermutlich auf mehrere Faktoren zurückführen. Das eigene Überschätzen des Mobilisierungspotenzials und der Vandalismus bei der versuchten Zuganreise aus Mannheim sind nur zwei Beispiele für die Beschränktheit der VeranstalterIn und TeilnehmerInnen selbst. Entscheidender ist jedoch, dass an diesem Tag ca. 3000 Antifaschist_innen sich das Ziel gesetzt haben, sowohl die Anreise zum Kundgebungsort (Rossmarkt) als auch die Demonstration des WOW zu verhindern. Es gab eine Reihe von Blockaden, Spontandemonstrationen, einen flexiblen Finger und fleißige Kleingruppen, die trotz beschissener Ausgangslage alles dran setzten, den Tag für den WOW zum Desaster zu machen. Und soviel lässt sich sagen: Auf dem Rossmarkt kamen nicht mehr als 180 TeilnehmerInnen an…

Mit einem – wie sollte es anders sein – Großaufgebot der Bullen wurde der Kundgebungsort weiträumig abgesperrt, überwacht und verteidigt. Das führte einerseits dazu, dass die Redebeiträge und Miniroute des WOWs kaum Öffentlichkeit bekamen. Andererseits konnte deren Kundgebung und verkürtzter Rundgang auch durch die Gegenproteste nicht verhindert oder großartig gestört werden. Tomaten und Eier waren das Maximum, was beim vorüberziehenden WOW-Haufen als machbar erschien. Die „Antwort“ der Bullen: same procedure as every time: Es gab Kessel, Personalienfestellungen, Festnahmen und eine Reihe von verletzten Gegendemonstrant_innen. Die große Toleranz und Ignoranz der Bullen beim Flaschenwurf eines WOW-Teilnehmers, dem Fund von Schutzwesten und Messern in Ester Seitz Anreisekonvoi, Hitlergrüßen während der Kundgebung usw. verdeutlicht die ungleiche Behandlung von WOW-TeilnehmerInnen und Gegendemonstrant_innen. Continue reading

“Widerstand Ost/West” – Läuft nicht! Kommt am 20. Juni 2015 nach Frankfurt!

Plakat_20.6

 

Achtet auf Ankündigungen: facebook.com/nopegidaffm

Aufruf von: AntifaKritik und Klassenkampf, AntifaschistischeGruppe Frankfurt, AutonomesFrauen*LesbenReferat, fantifa.frankfurt, Interventionalistische Linke ffm, Kritik und Praxis ffm, NoBorder ffm, turn*left

 

Für den 20.Juni 2015 mobilisiert der “Widerstand Ost/West” zu einer Demonstration nach Frankfurt am Main. Sie phantasieren sich für diesen Tag eine Großdemonstration aller deutschen Patrioten durch die Frankfurter Innenstadt herbei. Doch eins ist klar: Das wird nix!

Ester Seitz und Michael Stürzenberger, zwei PI-News- sowie Bagida-Aktive, wollen mit “Widerstand Ost/West” Rechtspopulist_innen, rechte Hools und Neo-Nazis auf die Straße bringen. Doch die Beiden dürften noch in Erinnerung haben, Continue reading

Bester Barabend // 07.04.2015 // 21Uhr // Klapperfeld

Whoop! Whoop! Am Dienstag den 07.04.2015 übernehmen wir ab 21Uhr die Sushi-Bar im Klapperfeld und schmeißen den allmonatlichen Barabend. Wer uns kennt weiß, was das heißt: Pop, gute Laune, schönes Tanzen und den einen oder anderen Pfeffi unter der Bar (aber pssst!)! Spenden gehen natürlich ans Haus, denn ohne Klapperfeld sähen wir alle alt aus.

Bis Dienstag!
Wir freuen uns,
eure turnies

DEMO 23.02.2015 / 16.30 UHR / KAISERSACK

Pegida in Frankfurt? Schluss damit! – Für eine solidarische Gesellschaft ohne Rassismus und Ausgrenzung

Bereits zum vierten Mal versucht Pegida diesen Montag, ihren kruden Mix aus christlichem Fundamentalismus, rassistischen Ideologien und wirren Verschwörungstheorien auch in Frankfurt zu verbreiten. Bisher hat der bedinungslose Einsatz tausender Menschen jedes Mal dafür gesorgt, dass Pegida ihren geplanten Demonstratioszug nicht durchführen konnte. Wir wollen, dass dies in Zukunft so bleibt! Continue reading

PM: Erneut massive Proteste gegen Pegida in Frankfurt

+++ Polizei ermöglicht mit Grossaufgebot Kundgebung von ca. 60 Pegida-Anhängern +++ rund 2000 Menschen protestieren dagegen und versuchen die An- und Abreise der Pegida-Anhänger zu behindern  +++ zahlreiche Polizeiübergriffe auf Gegendemonstrant*innen – eine 18-jährige Schülerin wird stationär im Krankenhaus behandelt +++ Widerstand gegen die geplante Pegida-Kundgebung nächste Woche angekündigt +++

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Solibarabend und Kleiderspende für Rojava

19.12.2014 / 20.00 Uhr / Kriegkstraße 12 / weitere Infos hier auf facebook.

Seit fast schon Zwei Jahren, hat die PYD (Partiya Yekitîya Demokrat) in Syrien die kurdisch autonomen Kantone Efrîn, Kobanê und Cizîrê ins Leben gerufen.

Dies Hat es zum Ziel eine nachhaltige, demokratische Politik des Miteinanders und Fuereinander zu etablieren, unabhaengig von Geschlechtern, Nationalitaet und Religion. Continue reading

Gegen den Naziaufmarsch im Januar in Magdeburg! Infoveranstaltung FFM 13.12.14/ 19.00/ Klapperfeld

Auf der Infoveranstaltung werden Genoss*innen im Rahmen der “BY ALL MEANS NECESSARY” Kampagne über die Geschichte des seit mehreren Jahren stattfindenden Naziaufmarsches und den Gegenprotesten berichten, sowie uns auf den aktuellsten Stand der Dinge bezüglich der Anti-Naziproteste im kommenden Januar bringen.
Außerdem bekommt ihr dort erste Infos zu den Bussen die aus Frankfurt nach Magdeburg zu den Gegenprotesten im kommenden Januar fahren, sowie passenderweise Bustickets.

(Kontakt:ffm_antifaaktion_md15(at)riseup.net)

Anschließend (ab 21 Uhr) findet ein Solibarabend für die Sach’ im Klapperfeld statt. Mit tanzbarer Musik und kühlen Getränken!